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Audioguide Mirador del Río. Lanzarote. Deutsch
Ficha Técnica de la Audioguía
Duración: 30 minutos
Número de Pistas: 7
Tipo: Profesional
Temática: Monumental
Pertenece a: Centro de Arte Cultura y Turismo Mirador del Rio
Sie befinden sich im Aussichtspunkt Mirador del Río, einem der repräsentativsten Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren der Insel Lanzarote, das vom Künstler César Manrique entworfen wurden.
Während dieser Führung werden wir Ihnen die Hauptmerkmale schildern, damit Sie die architektonischen, natürlichen und historischen Werte dieses einzigartigen Werks korrekt verstehen können. Gleichzeitig schlagen wir Ihnen vor, das Entdecken von unkonventionellen künstlerischen Details zu genieβen, die ein Teil dieses Eingriffs in die Landschaft sind.
Audio guide Mirador del Río. Lanzarote.
1) EINLEITUNG UND EINGANGSGALERIE
GPS de EINLEITUNG UND EINGANGSGALERIE: 29.2143, -13.4811
Sie befinden sich im Aussichtspunkt Mirador del Río, einem der repräsentativsten Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren der Insel Lanzarote, das vom Künstler César Manrique entworfen wurden.
Während dieser Führung werden wir Ihnen die... leer más
Sie befinden sich im Aussichtspunkt Mirador del Río, einem der repräsentativsten Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren der Insel Lanzarote, das vom Künstler César Manrique entworfen wurden.
Während dieser Führung werden wir Ihnen die Hauptmerkmale schildern, damit Sie die architektonischen, natürlichen und historischen Werte dieses einzigartigen Werks korrekt verstehen können. Gleichzeitig schlagen wir Ihnen vor, das Entdecken von unkonventionellen künstlerischen Details zu genieβen, die ein Teil dieses Eingriffs in die Landschaft sind.
Der Aussichtspunkt El Mirador del Río befindet sich auf dem 475 hohen Risco de Famara Felsen im Norden der Insel und der Kanaren. Von diesem Punkt haben wir einen der spektakulärsten Panoramablicke von ganz Lanzarote.
Das Werk wurde 1973 vom lanzarotischen Künstler César Manrique ausgeführt. Manrique hatte auf Lanzarote bereits früher zahlreiche Werke entworfen wie die Jameos de Agua, das Hausmuseum Casa-Museo del Campesino, das Restaurant „El Diablo“ inmitten des Timanfaya und seine eigene Wohnung in Tahíche, in der sich seit 1992 auch der Sitz seiner Stiftung befindet.
Wir befinden uns also in einem Gebäude, das sich der Autor in seiner kreativen Reifephase ausgedacht hat. Hier konsolidiert sich seine formale Sprache Lanzarote gegenüber, die wir in einem starken, vitalen Kompromiss zwischen Kunst und Natur zusammenfassen können.
Die Bauart des Gebäudes war eine Zurschaustellung der technischen Planung, da man mit den nur dürftig vorhandenen Mitteln das Gelände ausheben musste und im Anschluss die interne Struktur ausführte. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde eine dicke Schicht aus Vulkanstein angebracht, um eine perfekte Integration zu erreichen und die umliegende Landschaft nicht zu entstellen. Der verwendete Stein wurde aus dem benachbarten Malpaís de La Corona hierher gebracht und nach seiner Textur und Farbe sehr sorgfältig ausgewählt.
Die Umwelt- und Landschaftseigenschaften des Standorts sowie die besondere Nutzung ließen es zu, dieses Werk sowohl in den funktionellen Aspekten als auch bei seinen ästhetischen und baulichen Lösungen als Experiment anzugehen.
César Manrique leitet die Arbeiten persönlich und nahm vor Ort wie gewöhnlich zahlreiche Änderungen des Anfangsprojektes vor, wobei er neue kreative Alternativen erforschte und versuchte, dass die angenommenen Lösungen die geeignetsten waren. Die technische Durchführung übernahm der Architekt Eduardo Cáceres und die künstlerische Jesús Soto.
Ein Ideenaustausch zwischen dem anerkannten Architekten Fernando Higueras und César Manrique selbst, war der Grund an diesem so relevanten Ort einen Aussichtspunkt zu bauen. Für die Tourismusentwicklung Lanzarotes führt Fernando Higueras in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Reihe großer Städtebauprojekte durch (einige von ihnen utopisch). Eines davon ist das sogenannte „Ciudad de las Gaviotas“ (Stadt der Möwen) Projekt, das grundlegend den Bau einer Wohnanlage in die Klippen vorsah.
Nachdem man ein kleines Labyrinth hinter sich gelassen hat, das als Vorhalle dient, beginnen wir unsere Besichtigung und betreten das Gebäude. Hier stößt man auf die erste Überraschung, die für die Werke Manriques üblich sind. Während außen abrupte und primitive Vulkanmaterialien reichlich vorhanden sind, charakterisiert sich das Innere durch seine Helligkeit, die durch eine weiβe Farbgebung der Wände und dem Braun der Holzböden bestimmt ist, die sich mit dem Schwarz einiger Vulkanfelsen vereint, die sich als dekorative Elemente auf dem Boden wiederfinden. Die Oberlichter in der Decke sorgen an den geeigneten Orten für ein im Zenit stehendes Licht und hüllen die Besucher in ein unterirdisches Ambiente der Sinne.
Auf beiden Seiten findet man in den Tunnelwänden zwei Mauernischen, die mit der für Lanzarote typischen Keramik dekoriert sind. Im Werk Manriques treffen wir auf konstante Referenzen der Tradition von Zierelementen wie Keramik, den Destillierapparat, Tränken und Becken.
2) HINTERE FASSADE
GPS de HINTERE FASSADE : 29.2145, -13.4812
El Mirador:
Nach dem Durchqueren der Eingangspassage kommen wir in einen unregelmäßig großen Raum, der durch zwei große Blasen mit Kuppeldächern verbunden ist, die sich in der Saalmitte vereinen. Auf beiden Seiten befinden sich die „Augen... leer más
El Mirador:
Nach dem Durchqueren der Eingangspassage kommen wir in einen unregelmäßig großen Raum, der durch zwei große Blasen mit Kuppeldächern verbunden ist, die sich in der Saalmitte vereinen. Auf beiden Seiten befinden sich die „Augen des Aussichtspunkts“: Zwei Längsfenster, die nach Norden ausgerichtet sind und alles mit Tageslicht überfluten. Um die Eindruck der Tiefe zu vergrößern, wurden die Glasscheiben mit einer leichten Neigung angebracht.
Besonders erwähnenswert sind zwei bewegliche Skulpturen von beachtlichem Ausmass, die an der Decke hängen und die Funktion haben, den Nachhall zu verringern. Die Skulpturen, die aus Eisenstäben und Metallstücken gefertigt sind, ähneln in ihrer Form dem Farn, der die verschiedenen Räume ausschmückt. In der Mitte dieses idyllischen Raums befindet sich die Cafeteria, die zur Entspannung und Genuss einlädt.
Zierelemente:
Wir sehen hier eine Reihe an Zier- und funktionellen Elementen, die von César Manrique exklusiv für den Aussichtspunkt entworfen wurden. Dies ist der Fall des Kamins, der aus porösen Quadersteinen gebaut ist, den Bereichen zum Ausruhen, die so aussehen, als ob sie wie eine Höhle aus dem Felsen gehauen wurden oder die Theke der Cafeteria, die sich fließend in die Anlage integriert. An den Wänden finden wir besondere gewellte und durchlöcherte Leuchten, die aus Blech gefertigt sind und das Kunstlicht filtern sollen.
Besonders erwähnenswert ist eine Skulptur, die aus Fundmaterialien gefertigt wurde. Es handelt sich um eine Wasserpumpe, die auf einem behauenen Stein eine künstlerische Konnotation bekommt.
Die gesamte Dekoration ist harmonisch, ohne Schrilles und mit einer neutralen Farbwahl, die vom Weiβ beherrscht wird.
Von dieser privilegierten, luftigen Position erblicken wir nördlich von Lanzarote die Anordnung kleiner Felseninseln namens „Inselgruppe Chinijo“, die das wahrhaftige Motiv des Gebäudes war.
3) TERRASSE
GPS de TERRASSE : 29.2146, -13.4812
Inselgruppe Chinijo:
An klaren Tagen hat man einen herrlichen Blick auf die Chinijo Inselgruppe (chinijo ist ein lokaler Begriff, der für „klein" steht).
Zuerst erblickt man die Insel La Graciosa, dahinter befinden sich Montaña Clara und... leer más
Inselgruppe Chinijo:
An klaren Tagen hat man einen herrlichen Blick auf die Chinijo Inselgruppe (chinijo ist ein lokaler Begriff, der für „klein” steht).
Zuerst erblickt man die Insel La Graciosa, dahinter befinden sich Montaña Clara und Roque del Oeste und im Hintergrund erscheint die Insel Alegranza. Vom Aussichtspunkt erkennt man die Basis der Risco de Famara Felsen und die Salinas del Río, die ältesten Salinen der Kanaren, die sich durch ihre rötlichen Farben hervorheben. Die Salzindustrie war für die Wirtschaft der Insel von großer Bedeutung und sorgte für den Lebensraum wertvoller Tiere und Pflanzen.
Die Chinijo Inselgruppe wurde aufgrund ihrer großen Naturbedeutung in verschiedenen Kategorien zum Naturschutzgebiet erklärt. In den Gewässern rund um die Inselgruppe findet man das größte Meeresschutzgebiet der Europäischen Gemeinschaft. La Graciosa ist die einzige bewohnte Insel. Ihre Bevölkerung liegt bei rund 500 Einwohnern, die sich traditionell dem Fischfang widmen. Auf der Insel befinden sich die beiden Orte Caleta del Sebo und Pedro Barba, wobei nur der erste ganzjährig bewohnt ist.
Die Risco de Famara Felsen bilden eine Steilküste, die sich von Punta Fariones im äußersten Norden der Insel über 22 Kilometer bis Morro del Hueso in der Nähe von Teguise erstreckt. Auf diesem Abschnitt befindet sich Las Peñas del Chache, mit 671 Metern der höchste Punkt der Insel. Der vertikale Verlauf der Felsen verläuft fast parallel zur Küste der Insel La Graciosa, die nur durch eine schmale Meerenge getrennt wird und als El Río bekannt ist.
Die schroffe Orografie und die Beschaffenheit als Insel haben eigenartige Kommunikationswege zwischen der Insel La Graciosa und Lanzarote geschaffen. An den Hängen der Steilküste gibt es Wege und Pfade, die sich im Zickzack an den Klippen hochschlängeln. Früher kletterten die Einwohner schwer beladen mit Waren den Felsen hoch, die die Frauen geschickt auf ihren Köpfen trugen, um die frischen Meeresprodukte in den Nachbarorten Máguez und Haría zu verkaufen. Die Wege, die am meisten benutzt wurden, waren der “Camino Viejo” und der “Camino de los Salineros”, die beide in der Nähe des Miradors liegen.
Die Außenterrasse
Durch zwei kleine Flure, die sich auf beiden Seiten des Hauptsaals befinden, gelangen wir nach draußen. Die bogenförmigen Türen sind aus Massivholz und haben ein zentrales Oberlicht.
Der Balkon passt sich auf natürliche Weise dem schroffen Relief an und integriert einen Teil davon als zentralen Monolithen. Er hängt auf einem Vorsprung der Steilküste, wodurch das Gefühl des Abgrundes verstärkt wird.
Man muss hervorheben, dass das umlaufende Geländer aus Eisen und Holz gefertigt ist und dieser Fassade die Bugansicht eines Schiffs verleiht. Symbolisch gesehen würde sich die Insel in ein Schiff verwandeln, das sich auf dem Atlantik in nördlicher Richtung bewegt.
Am Gebäudeäußeren wiederholen sich die gleichen ästhetischen Entwürfe, die wir bei der Fassade beschrieben haben. Das wie Schuppen überlagerte Vulkangestein führt zu einer Mimesis, die die harmonische Beziehung mit den Landschaftsformen verstärkt.
4) OBERE RÄUME
GPS de OBERE RÄUME: 29.2144, -13.4812
Im Kontrast zur horizontalen Orientierung des ersten Stockwerks, entwickelt sich das Gebäude über eine Wendeltreppe vertikal nach oben. Über diese Treppe gelangt man in die oberen Räume. Dieses architektonische Element wird zu einer echten... leer más
Im Kontrast zur horizontalen Orientierung des ersten Stockwerks, entwickelt sich das Gebäude über eine Wendeltreppe vertikal nach oben. Über diese Treppe gelangt man in die oberen Räume. Dieses architektonische Element wird zu einer echten Achse, von der die restlichen Innenräume ausgehen.
Die Treppen bekommen in allen architektonischen Werken von César Manrique eine Sonderbehandlung, vielleicht, weil sie diese bildhauerische Komponente besitzen.
Das erste Stockwerk
Dieser Raum hat eine seltsame Morphologie, die einer Blase mit einem kleinen seitlichen Raum ähnelt. Es besteht eine organische Kontinuität, die weiße Farbe lässt Wände und den Boden verschmelzen und man nimmt zwischen Wänden und Boden keinerlei Unterbrechungen wahr. Die krummlinigen und weißen organischen Formen finden sich in jedem Winkel wieder und sind das Erkennungsmerkmal für diesen Raum.
In der Nähe der beeindruckenden Treppe hängt eine Skulptur aus verdrehtem Metall an der Decke. Sie ist in einem intensiven Gelb angemalt und hebt sich vom Rest der Anlage ab. Das Tageslicht fällt durch zwei Öffnungen im oberen Bereich im Zenit ein, wodurch der Raum besonders hell wirkt.
Dieser Raum wurde als Verkaufsladen vorgesehen. In der Mitte werden auf einem originellen Tisch verschiede Andenken und typische Handwerkskunst der Insel ausgestellt. Wir möchten Sie daran erinnern, dass Sie den offiziellen Kunst-, Kultur- und Tourismusführer kaufen sollten, sofern Sie mehr über diese besonderen Werke erfahren möchten.
5) OBERE TERRASSEN
GPS de OBERE TERRASSEN: 29.2145, -13.4812
Wenn wir bis zur Spitze des Mirador hochsteigen, können wir einen weiteren architektonischen Meilenstein bewundern. Die Treppe endet in einem verglasten Bereich, in den das Licht von außen durch Glaswände im Inneren verteilt wird. Die Struktur... leer más
Wenn wir bis zur Spitze des Mirador hochsteigen, können wir einen weiteren architektonischen Meilenstein bewundern. Die Treppe endet in einem verglasten Bereich, in den das Licht von außen durch Glaswände im Inneren verteilt wird. Die Struktur dieses verglasten Bereichs ähnelt den Hütten der Hirten, die man auf der Insel relativ oft antraf.
Draußen kommen wir auf eine Reihe abgestufte Terrassen, die das Bauwerk im Außenbereich fortführen. Die strategische Situation dieser Enklave bietet als Aussichtsturm einen privilegierten Blick auf einen großen Teil der Nordküste der Insel.
Die Enklave des Mirador del Río wurde Ende des 19. Jahrhunderts militärisch genutzt, als man während des Spanisch-Kubanisch-Nordamerikanischen Krieg (Kuba-Krieg) eine Verteidigungsanlage der Küste errichtete. Im Volksmund nannte man die Zone der Risco de Famara Felsen immer „Batería del Río.
Außen:
Der Außenbereich des Gebäudes wird durch die Existenz zweier besonders bedeutender geologischer Vorfälle bestimmt: Zum einen die beeindruckenden Risco de Famara Felsen und zum anderen der Vulkan de la Corona, in dessen Richtung sich die Ausleger des großen halbrunden Platzes ausbreiten, der den Eingangsbereich des Miradors bildet.
Die Hänge der Anlage werden von dicken Bruchsteinmauern und überlagernden Terrassen gebildet, die sich am Schema der traditionellen Landwirtschaft in einer der Zone mit dem größten Relief der Insel inspiriert. Es ist durchaus gewollt, dass die Fassade den beeindruckenden Blick auf die Risco de Famara Felsen versperrt, was für mehr Erwartung und Entdeckungsfreude sorgt.
Auf dem Vorplatz begrüßt uns eine schmiedeeiserne gegenständliche Skulptur, die einen Fisch und einen Vogel darstellt. Es ist eine Metapher der zwei Naturelemente, die in dieser Landschaft stark vertreten sind: Das Meer und die Luft.
Schlussfolgerung
Wir haben den Mirador del Río besucht, ein großartiges Werk voller künstlerischer Referenzen und Nuancen, wo uns die Beziehung Kunst/Natur, die die Mentalität seines Autors getreu widerspiegelt, über die komplexen Beziehungen und Spannungen zwischen Mensch und Natur nachdenklich machen sollte.
Die Tour verläuft linear, was bedeutet, dass wir am Ende der Besichtigung den gleichen Weg zurückgehen müssen, um zum Ausgang zu gelangen. Wir empfehlen Ihnen, die bereits angeschauten Objekte jetzt aus einer anderen Perspektive zu erleben.
6) CÉSAR MANRIQUE: BIOGRAFISCHE ANMERKUNG
GPS de CÉSAR MANRIQUE: BIOGRAFISCHE ANMERKUNG: 29.1465, -13.4977
César Manrique wurde 1919 in Arrecife auf Lanzarote geboren. Auf dieser Insel hat seine künstlerische Laufbahn unauslöschliche Spuren hinterlassen.
Nach Beendigung seiner Studien an der Akademie der Schönen Künste von San Fernando in Madrid... leer más
César Manrique wurde 1919 in Arrecife auf Lanzarote geboren. Auf dieser Insel hat seine künstlerische Laufbahn unauslöschliche Spuren hinterlassen.
Nach Beendigung seiner Studien an der Akademie der Schönen Künste von San Fernando in Madrid (Stadt, in der er von 1945 und 1964 lebte), stellte er seine Malereien oft im In- und Ausland aus. Er nahm auf der 28. und 30. Biennale von Venedig teil (1955 und 1960) sowie auf der 3. Hispanoamerikanischen Biennale von La Habana (1955). Anfang der 50er Jahre dringt er in die nicht gegenständliche Kunst vor und untersucht die Eigenschaften der Materie, um sie in den wesentlichen Hauptdarsteller seiner Kompositionen zu verwandeln. Er bindet sich so (genau wie andere spanische Maler wie Antoni Tàpies, Lucio Muñoz, Manolo Millares…) an die informelle Kunstbewegung dieser Jahre.
Er reist quer durch die Welt und zieht 1964 nach New York. Die direkte Kenntnis des abstrakten Expressionismus Amerikas, der Pop-Art, der neuen Bildhauerkunst und der Kinetischen Kunst, verschaffte ihm eine visuelle Kultur, die für seine spätere kreative Laufbahn grundlegend war. In New York hatte er in der Galerie „Catherine Viviano“ 1966, 1967 und 1969 drei Alleinausstellungen.
1966 kehrt er endgültig nach Lanzarote zurück. Auf der Insel, die damals mit ihrer touristischen Entwicklung begann, förderte er ein Modell zum nachhaltigen Eingriff, das das Natur- und Kulturerbe der Insel schützen sollte. Dieses Modell war 1993 für die Ernennung Lanzarotes als Biosphärenreservat der UNESCO ausschlaggebend.
Parallel zum Kompromiss mit dem Gebiet der Insel, öffnete Manrique seine kreative Arbeit anderen künstlerischen Ausdrucksarten. So arbeitete er ein neues ästhetisches Gedankengut aus, das er Kunst-Natur/Natur-Kunst bezeichnete und in seinen räumlichen Eingriffen konkretisieren konnte – ein einzigartiges Beispiel öffentlicher Kunst in Spanien: Jameos del Agua, sein Haus in Tahíche (heutiger Sitz der Stiftung César Manrique), Mirador del Río, Jardín de Cactus usw.
Abgesehen von seinen Interventionen auf Lanzarote, dachte er sich für andere Inseln verschiedene Vorschläge aus: Costa Martiánez auf Teneriffa, Mirador de El Palmarejo auf La Gomera oder Mirador de La Peña auf El Hierro. Außerhalb der kanarischen Inseln wirkte er u.a. beim Parque Marítimo del Mediterráneo in Ceuta und beim Einkaufszentrum Madrid-2 (La Vaguada) in Madrid mit. Es sind hauptsächlich Interventionen bei öffentlichen Bauten (Aussichtspunkte, Gärten, Gestaltung heruntergekommener Bereiche, Umgestaltung von Küstenstreifen usw.), bei denen ein umweltfreundlicher Dialog aufrecht erhalten wird und die architektonischen Werte der lokalen Tradition mit modernen Konzepten in Verhältnis gesetzt werden.
Er pflegte unterschiedliche Kreativsprachen (Malerei, Bildhauerkunst, Städtebau, öffentliche Kunst…) und seine gesamte künstlerische Produktion liegt einem ausgesprochenen Integrationswillen mit der umliegenden Natur zugrunde. Ein synkretistischer und alles umfassender Vorsatz – nach seinen Worten „Kunst total“ – der in seinen Entwürfen öffentlicher Bereiche zum Ausdruck kommt.
Eine Bemühung um Einklang, die sich schließlich nicht nur auf seine Leidenschaft zum Schönen sondern auch auf seine Leidenschaft zum Leben bezieht.
7) KUNST-, KULTUR- UND TOURISMUSZENTREN
GPS de KUNST-, KULTUR- UND TOURISMUSZENTREN: 29.1465, -13.4977
Die Ursprünge der Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren können wir im Jahr 1966 ansiedeln. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in New York, kehrte César Manrique (1919-1992), einer der Pioniere der abstrakten spanischen Malerei, endgültig nach... leer más
Die Ursprünge der Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren können wir im Jahr 1966 ansiedeln. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in New York, kehrte César Manrique (1919-1992), einer der Pioniere der abstrakten spanischen Malerei, endgültig nach Lanzarote zurück. Auf der Insel, auf der er das Licht der Welt erblickte, machten sich zu diesem Zeitpunkt der Anfang der touristischen Entwicklung bemerkbar.
Er war sich der besonderen Originalität der Insellandschaft bewusst und förderte ein ehrgeiziges und kreatives Projekt zum Eingriff in die Landschaft, dessen Hauptachse der Schutz und Erhalt der Umwelt ist.
Ein großer Teil des Erfolgs der Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren beruht auf der kreativen Persönlichkeit von César Manrique sowie auf der unleugbaren Arbeit und Enthusiasmus eines Teams, das es verstand, auf die Zukunft der Insel zu setzen.
Mit César Manrique tief vereint, tritt einer seiner engsten Mitarbeiter ins Rampenlicht: Jésus Soto, der sich am Kompromiss von Manrique ansteckte und eine Reihe an Werken verwirklicht hat, die mit der Cueva de los Verdes (1964) oder die Ruta de los Volcanes de Timanfaya (1968) das Netz der Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren ergänzen.
Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Fortschritt Lanzarotes der letzten 40 Jahre kann zweifelsohne nicht verstanden werden, ohne diese touristischen Modellinitiativen zu beachten, die es der Insel erlaubten, zu einer internationalen Referenz einer nachhaltigen Entwicklung zu werden.
Cueva de los Verdes. Nur wenige Erlebnisse sind im Bezug auf Abenteuer und Entdeckung für einen Reisenden interessanter, als der Besuch einer Höhle. Zweifelsohne ist ein Besuch der Cueva de los Verdes eine echte Initiationsreise ins Innere der Erde. Eine Besichtigung, die spektakulär und einzigartig ist.
Der besuchbare Abschnitt der Cueva de los Verdes besteht aus einem Kilometer überlagerter Galerien, die vertikal miteinander verbunden sind. An einigen Stellen gibt es drei Ebenen und gestatten dem Besucher, aus unterschiedlichen Perspektiven neue Räume zu entdecken. Das Tunnelinnere hat eine Höhe von bis zu 50 Metern und eine Breite von ca. 15 Metern.
Die Jameos del Agua, genau wie die Cueva de los Verdes, befinden sich im Inneren des vulkanischen Tunnels, der durch den Ausbruch des Vulkans de la Corona entstand. Die Jameos del Agua befinden sich in dem Tunnelbereich, der der Küste am nächsten liegt. Sie haben ihren Namen von der Existenz eines Sees im Inneren, der eine einzigartige geologische Form bildet. Er entstand durch das Durchsickern von Wasser, da er sich unter dem Meeresspiegel befindet. Das Restaurant bietet eine internationale Küche, obwohl die kanarische Küche auch vertreten ist.
Der Kaktusgarten Jardín de Cactus ist ein tolles Beispiel eines architektonischen Eingriffs, der sich in der Landschaft integriert. César Manrique verwirklichte diese kühne architektonische Anlage, indem er das unverbrüchliche Binom der Kunst und Natur aufrecht erhielt, was man in allen seinen räumlichen Eingriffen wahrnehmen kann.
Im Kaktusgarten Jardín de Cactus befindet sich eine umfangreiche Sukkulentensammlung: 1000 verschiedene Aten mit mehr als 7000 Exemplaren, die aus der ganzen Welt zusammengetragen wurden.
Das Internationale Museum zeitgenössischer Kunst, MIAC, ist in einer alten Militärfestung der Burg San José im Hafen von Arrecife untergebracht. Das Museum wurde 1975 gegründet, um die wichtigsten Werke der modernen Kunstkreation zu fördern, zu vereinen und auszustellen.
Es wurde aufgrund einer Initiative von César Manrique gegründet, der die Umbauarbeiten und die Gestaltung der Burg San José, die damals eine Ruine war, persönlich leitete.
Heute werden Bildhauerwerke und moderne Gemälde ausgestellt, die in drei Gruppen aufgeteilt sind: geometrische, förmliche und gegenständliche Abstraktion. Des Weiteren befindet sich hier die Dauerausstellung des lanzarotischen Künstlers Pancho Lasso. Das dortige Restaurant bietet einen einzigartigen Blick auf den Hafen von Arrecife.
An einer signifikanten Kreuzung am geografischen Mittelpunkt von Lanzarote, von wo man jeden Punkt der Insel erreichen kann, sticht eines der Werke von César Manrique hervor, das voller symbolischer Referenzen ist: Die architektonische Anlage des Hausmuseums Casa-Museo del Camepesino und das Fruchtbarkeitsdenkmal.
Die Anlage besteht aus einer Reihe an Gebäuden, die sich am Prototyp der traditionellen Architektur Lanzarotes inspirieren, wobei sie kein konkretes existierendes Modell nachbilden, sondern die typologischen Elementen verbindet, die für die verschiedenen geografischen Zonen der Insel charakteristisch sind. Hier sind die so repräsentativen Elemente präsent wie Kamine, Tennen, Zisternen, Innenhöfe, das Tischlerhandwerk, Keltereien usw. Im Restaurant trifft man auf für die Küche Lanzarotes so typische Gerichte wie: Fisch, Kartoffeln, der Fischeintopf Sancocho…
Die Berge Montañas del Fuego oder Timanfaya sind Teil eines groβen Gebiets von Lanzarote, das zwischen 1730 und 1736 und später noch einmal im Jahr 1824 von Vulkanausbrüchen heimgesucht wurde. Dieser lange Eruptionsprozess, der einer der bedeutendsten und spektakulärsten der Vulkangeschichte der Erde ist, veränderte die Morphologie der Insel vollständig, wobei ein Viertel der Insel unter einem dicken Lava- und Aschemantel begraben wurde. Im dortigen Restaurant können Sie die Produkte kosten, die mit der Hitze des Vulkans gekocht wurden. Von hier hat man einen eindrucksvollen Ausblick auf die Vulkanlandschaft.
Wir hoffen, dass Sie Ihren Aufenthalt im Mirador del Río genossen haben und ermuntern Sie, die restlichen Tourismuszentren auf Lanzarote zu besuchen. Wenn Sie mehr Information wünschen sollten, können Sie unsere Internetseite besuchen: www.centrosturisticos.com oder über unser Facebookprofil: www.facebook.com/centrosdearteculturayturismodelanzarote